Gegenantrag des Aktionärs Paul Russmann
»Die Mitglieder des Vorstands werden nicht entlastet.«
Begründung zu Punkt 3 der Tagesordnung:
Beteiligung an Trägersystemen für Atomsprengköpfe
und an anderen menschenverachtenden Waffen
anlässlich der Hauptversammlung der Daimler AG
am 08.04.2009 in der Messe Berlin


Zu Punkt 3 der Tagesordnung: »Die Mitglieder des Vorstands werden nicht entlastet.

Begründung:
Die Daimler AG baute im Geschäftsjahr 2008 nicht nur Fahrzeuge der Marken Mercedes, smart und Maybach, sondern über die Beteiligung am drittgrößten europäischen Rüstungskonzern, der European Aeronautic Defence and Space Company (EADS), auch Trägersysteme für Atomsprengköpfe und andere menschenverachtende Waffen. Der Vorstand unter der Leitung von Dieter Zetsche unterstützt als Hauptaktionär die Entscheidung der EADS, in Zukunft erklärtermaßen den Rüstungsanteil der EADS massiv erhöhen zu wollen. Viele Aktionäre kaufen deshalb keine Aktien der Daimler AG, Nachhaltigkeitsfonds schließen Daimler-Aktien aus ihren Fonds aus, potentielle Kunden entscheiden sich nicht für Autos der Mercedes Car Group, sondern für Fahrzeuge der Konkurrenz. Für dieses - durchaus nachvollziehbare - Käuferverhalten trägt der Vorstand die ethische und ökonomische Verantwortung. Mit dem Rüstungsengagement bei der EADS verstößt die Daimler AG nach Ansicht der Kritischen Daimler Aktionäre (Arndtstr. 31, 70197 Stuttgart, Tel: 0711-608396, www.kritischeaktionaere.de) gegen die Intentionen der »Guten Unternehmensführung« (»Corporate Governance«) und gegen die »Unternehmenssozialverantwortung« (CSR).«