

In seinem Taschenbuch »Abgewirtschaftet?! - Das Daimler-Desaster geht weiter« belegt der Autor
mit erstmals veröffentlichten Dokumenten, wie DaimlerChrysler am eigenen Vertrieb vorbei Autos ins
Ausland verkaufte und sich zugleich als Rüstungsriese auf dem Waffenmarkt platziert.
Die Volltextausgabe des Buches finden Sie auf der Website des Autors,
siehe »Abgewirtschaftet?!«.
Aus Konzernsicht sicherlich . unerquicklich sollten Grässlins Recherchen über die Verwicklung des
Autokonzerns in moralisch bedenkliche Waffenproduktion sein. So dürfte vielen Mercedes-Fahrern bisher
nicht bewusst sein, dass der Daimler-Stern nicht nur die Kühlerhauben von Luxuslimousinen ziert.
DaimlerChrysler, so Grässlins Vorwurf, ist über seine 15-prozentige Beteiligung am zweitgrößten
europäischen Rüstungsgiganten EADS zugleich »der größte deutsche Rüstungsproduzent und -exporteur«.
Die von ihm mitinitiierte Mercedes-Boykottaktion »Wir kaufen keinen Mercedes. Boykottiert Streumunition!«
zeigt den Leserinnen und Lesern eine weitere Schattenseite auf: Daimler als Mitproduzent von
Streumunition, Atomwaffenträgern, Militärhubschraubern und Kampfjets. Mit Grässlins »Abgewirtschaftet«-Buch
und dem möglichen Verlust Abertausender Mercedes-Kunden - die sich zukünftig Fahrzeuge von
rüstungsfreien Konzernen kaufen - muss der Daimler-Vorstand abwägen, wie viel verlorene Autokäufer ihm
das eigene »Rüstungs-Desaster« wert ist.
»Abgewirtschaftet?! Das Daimler-Desaster geht weiter«
von Jürgen Grässlin,
Knaur Taschenbuch Verlag (Broschiert), 9,95 Euro
Weitere Infos erhalten sie auf der Website
www.juergengraesslin.com
