
In den vergangenen Geschäftsjahren konnte Daimler/EADS bei Rüstungsaufträgen und -exporten beträchtliche »Erfolge« melden, beispielsweise:
Saudi-Arabien hat Tankflugzeuge vom Typ A330 MRTT und die immens hohe Zahl von 72 Eurofighter-Kampfjets bestellt.
LUH-Helikopter wurden an die im Irak und in Afghanistan kriegsführenden US-Streitkräfte ausgeliefert. Die »Erfolge« des leichten Mehrzweckhubschraubers LUH und des Kampfhubschraubers Tiger »sollen ausgebaut werden«.
Die Konzernführung des EADS-Geschäftsbereichs Eurocopter hat »den Verteidigungsmarkt als Wachstumsbereich identifiziert«. Die kommende Generation von Mehrzweck-Militärhubschraubern des Typs NH90 wird zum Export in Serie gehen.
Die EADS hat eine Ausschreibung des indischen Verteidigungsministeriums über moderne leichte Helikopter des Typs AS 550 C3 Fennec gewonnen. Dieser Hubschrauber ist z.B. geeignet, bei kriegerischen Auseinandersetzungen mit Pakistan in der Kashmirregion eingesetzt zu werden.
Für das neue Militärtransportflugzeug A400M liegen Bestellungen aus Europa, Südafrika und Malaysia vor.
Eine führende Position auf dem Weltmarkt nimmt zudem der Rüstungskonzern MBDA ein, dessen Anteilseigner EADS 37,5 Prozent des Kapitals hält. Die MBDA baute ihre Stellung als »weltweit führender Anbieter von Lenkflugkörpersystemen« weiter aus. »Aus dem Nahen Osten und anderen Regionen gingen Exportaufträge über bodengestützte Panzerabwehrraketen ein«, jubilierte die EADS.
Selbstzufrieden verkündete die EADS, dass die Exportquote »bei beachtenswerten 51 Prozent« liege.
Mit Daimler/EADS-Waffen sterben Menschen in Kriegen und Bürgerkriegen!
Topaktuelle Informationen zu Rüstungsexporten und zu den Rüstungsexportberichten der Bundesregierung, der Kirchen (GKKE) und des Friedensforschungsinstituts SIPRI finden Sie auf der Website www.rib-ev.de des RüstungsInformationsBüros. Das RIB e.V. unterstützt diese Kampagne als eine Mitgliedsorganisation.
08.04.2009: Hauptversammlung der Daimler AG in Berlin
Gegenantrag des Aktionärs Jürgen Grässlin
»Die Mitglieder des Vorstands werden nicht entlastet.«
Begründung zu Punkt 3 der Tagesordnung: Waffenexporte von Daimler/EADS
in Krisen- und Kriegsgebiete und an menschenrechtsverletzende Staaten,
mitzuverantworten von Dr. Zetsche - Deutschlands größtem Waffenhändler
April 8th, 2009: Annual Meeting of the Daimler AG in Berlin
Counter-motion of the shareholder Jürgen Grässlin
»The actions of the members of the Board of Management are not to be ratified.«
Regarding Item 3 of the Agenda:
Because of Weapons Exports from Daimler/EADS
in the main responsibility of the Daimler Board of Management and its Chairman
Dr. Dieter Zetsche - Germany's biggest arms dealer
October, 2008:
Article by JG »EADS - First Place on the List of Expanding Arms Exporters«
in War Profiteers' News e-newsletter No 15
09/2008
Artikel von Jürgen Grässlin »Den Tod bringen Waffen aus Deutschland«
in der ZivilCourage