Sehr geehrte Damen und Herren,

auf dieser Website finden Sie Hintergrundinformationen zu den Waffengeschäften des größten deutschen Rüstungsproduzenten und -exporteurs: der Daimler AG, die auch aufgrund ihrer Mercedes-Fahrzeuge weltbekannt ist.

Gerne informieren wir Sie unter der Rubrik Termine über Vorträge zur Daimler-Verwicklung in Rüstungsdeals und Exporte von Militärfahrzeugen sowie über die kommende Hauptversammlung der Daimler AG in Berlin.

Kennen Sie Deutschlands groeßten Waffenhaendler?

Im aktuellen Daimler-Geschäftsbericht betont die Konzernführung das Ziel der »Verständigung zwischen verschiedenen Kulturen«. Derlei Vorgaben entpuppen sich als hohle Phrasen angesichts der Tatsache, dass die Daimler AG größter Anteilseigner am Rüstungsriesen European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) ist.

Die Produktpalette von Daimler/EADS reicht mit Beteiligungen an weiteren Rüstungskonzernen von der Herstellung von Kampflugzeugen und Militärhubschraubern über Streumunitionswerfer bis hin zu Atomwaffenträgersystemen. Damit ist die EADS der einzig verbliebene europäische Konzern, der noch Trägersysteme für Massenvernichtungswaffen herstellt.

Die EADS rangiert mit Rüstungsverkäufen im Volumen von 12.600 Millionen US-Dollar auf Platz 7 der Weltwaffenexporteure und auf Platz 2 in Europa (SIPRI 2008). In den vergangenen Geschäftsjahren konnte Daimler/EADS bei Rüstungsaufträgen und -exporten beträchtliche »Erfolge« melden: LUH-Helikopter wurden an die im Irak und in Afghanistan kriegsführenden US-Streitkräfte ausgeliefert, Saudi-Arabien bestellte Tankflugzeuge vom Typ A330 MRTT und die immens hohe Zahl von 72 Eurofighter-Kampfjets - um nur einige Beispiele zu nennen.

Die israelische Armee setzte MLRS-Raketenwerfer, an denen Daimler beteiligt ist, im Südlibanon ein, vielzählige Menschen wurden getötet oder verstümmelt. Die mit Russland kriegsführenden georgischen Streitkräfte importierten den Mehrfachraketenwerfer LAR-160, montiert auf Mercedes-Lkw vom Typ Actros 3341.

Bei Kampfeinsätzen mit Daimler-Waffen und Mercedes-Militärfahrzeugen sterben vornehmlich Zivilistinnen und Zivilisten. Zukünftig sollen die Umsätze dank der »wachsenden Nachfrage in militärischen und paramilitärischen Exportmärkten erheblich zunehmen«. Mitverantwortlich für den Export von Daimler-Waffen ist der Daimler-Vorstand mit dem Vorsitzenden Dr. Dieter Zetsche - Deutschlands größtem Waffenhändler.

So lange Daimler/EADS am Geschäft mit dem Tod profitiert, bitten wir Sie um Ihre Unterstützung der Kampagne »Wir kaufen keine Mercedes: Boykottiert Rüstungsexporte!« Wenn Sie sich gegen die Streumunitionsbeteiligung wenden, können Sie sich unter »Ja, ich mache mit!« an der Kampagne beteiligen. Je mehr Menschen die Kampagne unterstützen, desto größer wird der Druck auf Dieter Zetsche und den Daimler-Vorstand, endlich aus der inhumanen Streumunitionsverwicklung auszusteigen und die Produktion endlich auf sinnvolle zivile Produkte umzustellen (Rüstungskonversion).

Im Weblog informieren wir Sie gerne über unsere Aktivitäten, z.B. unsere Gegenanträge auf den Daimler-Hauptversammlungen. Wollen Sie mehr über die Rüstungsexporte in alle Welt, die Streumunitionsverwicklung (MLRS/GLMRS und Mercedes-Lkw) und besonders brisante Waffensysteme (M51 U-Boot-gestützte Interkontinentalraketen, Marschflugkörper, GLMRS Artillerieraketen, Submunitionsflugkörper und Militärhubschrauber) von Daimler/EADS erfahren, sollten Sie den Link Informationen anklicken. Über Kontakt/Mitgliedsorganisationen können Sie sich direkt an uns wenden oder mit Ihrer Organisation Mitglied im Aktionsbündnis werden.

Bitte unterstützen Sie unsere Aktionen auch finanziell, siehe hierzu Spendenkonten - denn aktive Friedensarbeit lebt von ihren Spenderinnen und Spendern!

Im Namen der Mitgliedsorganisationen danke ich Ihnen sehr herzlich für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung.

Mit den besten Wünschen

Jürgen Grässlin